Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN)

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Nordost-Institut
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN e. V.)

Das Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN) in Lüneburg, kurz Nordost-Institut, nahm im Jahr 2002 seine Arbeit auf. Das Nordost-Institut ist ein Forschungsinstitut, an dem wissenschaftliche MitarbeiterInnen eigene Forschungen sowie Projekte durchführen und sie auf Tagungen und in wissenschaftlichen Publikationen präsentieren. Darüber hinaus unterhält das Institut als Spezialbibliothek die Nordost-Bibliothek mit 170.000 Medieneinheiten. Es arbeitet auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages als An-Institut mit der Universität Hamburg zusammen. Das Institut wird aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM) sowie über Drittmittel finanziert.

Am Nordost-Institut werden Forschungsprojekte und Tagungen zur Kultur und Geschichte Nordost- und Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert durchgeführt. Regionale Schwerpunkte bilden die historischen preußischen Provinzen (Ost- und Westpreußen, Pommern, Posen) sowie Polen, Estland, Lettland und Litauen, schließlich Russland und die Sowjetunion sowie deren Nachfolgestaaten. Diese Regionen wurden mitgeprägt durch die dort lebenden Deutschen und die teilweise historische Zugehörigkeit zum deutschen bzw. preußischen Staat. Zudem übte die deutsche Politik einen großen Einfluss auf die nordost- und ostmitteleuropäische Entwicklung auch außerhalb der deutschen Grenzen aus. Aus drei Perspektiven werden der geografische Raum, seine mentalen Landkarten und Lebenswelten wissenschaftlich erschlossen: Ordnungen, Aneignungen und Erfahrungen geben einen inhaltlichen und theoretischen Orientierungsrahmen für die Forschungen. Die Perspektive der Ordnungen verweist darauf, dass das neuzeitliche Nordosteuropa als Raum von Diversität und Gegensätzen immer als ein Raum unterschiedlicher Ordnungsarrangements begriffen werden kann. Aus historischer Sicht geht es um die Frage, wie Ordnungen entstehen, welche Beharrungskraft sie entwickeln und wie sie sich wandeln. Aneignungen politischer, kultureller und geografischer Räume waren in Nordosteuropa wiederum eine zentrale Strategie, um nationale Ideen, Ideologien und sich wandelnde kulturelle oder lokale Interessen zu artikulieren und durchzusetzen. Die Perspektive der Erfahrungen rückt die Lebens- und Erfahrungswelten breiter Bevölkerungsschichten in den Mittelpunkt. Die Begriffe Ordnungen, Aneignungen und Erfahrungen bilden einen Rahmen für die Forschungen des Instituts, mit denen sich politische, soziale, kulturelle und alltagsgeschichtliche Prozesse verdeutlichen und erforschen lassen.

Ein besonderer Service des Nordost-Instituts bildet seine Übersetzungsplattform „Übersetzte Geschichte“: Seit 2014 bietet das Institut dort wegweisende oder kontroverse Texte osteuropäischer Autorinnen und Autoren zu historischen Themen der deutsch-osteuropäischen Nachbarschaft  erstmalig in deutscher Übersetzung an. Die Texte werden jeweils durch einen kurzen Kommentar eingeleitet, in dem die Entstehung und der Kontext dargestellt werden sowie auf die Debatten in den jeweiligen Ländern eingegangen wird. Das Themenspektrum der Veröffentlichungen ist breit und umfasst Texte zur Gedächtnisgeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, der Geschichte der politischen Entwicklung sowie zur Kulturgeschichte im östlichen Europa. (https://www.ikgn.de/cms/index.php/uebersetzte-geschichte)

Nordost-Institut
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN e. V.)
an der Universität Hamburg
Lindenstraße 31
21335 Lüneburg

Kontakt über das Sekretariat:
Tel.: +49 4131 40059-0
Fax: +49 4131 40059-59
E-Mail: sekretariat@ikgn.de
www.ikgn.de



Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Stadt Herne LWL Osteuropa Kolleg NRW ZVDD Deutsche Digitale Bibliothek eod

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.

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