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17.02.-31.03.11
Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfahrtgeschichte
Eine Ausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums Ratingen präsentiert in und von der Martin-Opitz-Bibliothek
In der Entwicklung der Luftfahrt im frühen 20. Jahrhundert hat
Schlesien eine interessante Funktion eingenommen. Bereits im
Revolutionsjahr 1789 stieg der Franzose Blanchard mit seinem Aerostaten in
Breslau auf. Am Fuße des Riesengebirges entstand nach dem ersten Weltkrieg
die Segelflugschule Grunau, die Weltruf erlangte. Die Zeppelinflüge über
Breslau, Beuthen und Gleiwitz wurden als Sensation wahrgenommen. Mit
Gleiwitz und Breslau wurden schon früh Verkehrsflugplätze in das Netz
der Lufthansa integriert. Die Bewohner des „zehnfach interessanten
Landes“, wie Johann Wolfgang von Goethe Schlesien 1790 nannte, waren
flugbegeistert und erfinderisch.
Der Blick auf die Luftfahrtgeschichte in Schlesien ist also gleichzeitig
ein Blick auf die Entwicklung des Flugwesens im Allgemeinen. Die
Sonderausstellung „Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der
Luftfahrtgeschichte“ wurde vom 8. November 2009 bis 25. April 2010 mit
großem Erfolg am Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen (Hösel)
gezeigt und ist nun in veränderter Form in der Martin-Opitz-Bibliothek zu
sehen.
Der Besucher wird von den ersten Träumen und Flugversuchen des Menschen
über Ballons, Zeppeline und Gleitflugapparate bis hin zu Motor- und
Segelflugzeugen und den heutigen modernen Verkehrsmaschinen begleitet.
Ausführlich werden schlesische Pioniere der Luftfahrt und die
schlesischen Verkehrsflughäfen vorgestellt. Luftbildfotografien zeigen
schlesische Städte und Landschaften in den 20er und 30er Jahren, als
viele Gegenden erstmals systematisch „von oben“ dokumentiert wurden.
Am Reißbrett kann der Besucher die Komplexität einer
Segelflugzeugkonstruktion nachvollziehen. Audio- und Videostationen,
Modelle, Plaketten und Medaillen sowie zahlreiche Abbildungen runden die
Ausstellung ab.
„Adler über Schlesien“ wurde von vielen deutschen, polnischen und
tschechischen Sammlern und Institutionen aktiv begleitet und unterstützt.
Am 10. März findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung
statt.
Die Ausstellung ist begehbar während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Mo-Do, 10-18 Uhr).








