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09.09.-07.10.10

Schloss Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff

Foto-Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa (Potsdam)

Schloss Friedrichstein
Schloss Friedrichstein wurde zwischen 1709 und 1714 für Otto Magnus Graf von Dönhoff als Familiensitz 20 Kilometer von Königsberg entfernt errichtet und gehörte zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen in Ostpreußen. Sein Erbauer war eine der wichtigsten Persönlichkeiten am Hof von König Friedrich I. in Preußen und erhielt als einer der ersten den anlässlich der Königskrönung 1701 gestifteten preußischen Schwarzen Adlerorden.

Die Dönhoffs waren ursprünglich eine westfälische Adelsfamilie, die sich im 15. Jahrhundert im Baltikum niederließ und im Lauf des 17. und frühen 18. Jahrhundert durch militärische Erfolge zu einer mächtigen litauisch-polnischen Magnatenfamilie aufstieg. Von ihr spaltete sich ein preußischer Zweig ab. Während die polnisch-litauischen Linien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausstarben, wurden die preußischen Dönhoffs eine der bedeutendsten preußisch-brandenburgischen Adelsfamilien. Ihre Nähe zum preußischen Königshaus und ihr Selbstverständnis drückten sie in der Errichtung repräsentativer Adelresidenzen aus.

Friedrichstein entstand nach Plänen des Architekten Jean de Bodt (1670–1745), der zuvor im Auftrag des Königs Friedrich I. unter anderem an der Errichtung des Berliner Zeughauses und des Potsdamer Stadtschlosses beteiligt war. Das Schloss zählte zu den sogenannten „Königsschlössern“ in Ostpreußen.

Es wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört und die Ruine 1957 abgetragen. Ein großer Teil der Ausstattung – Möbel, Tapisserien, Kunstwerke – konnte jedoch gerettet werden. Das Schloss ist einem breiten Publikum durch die Bücher von Marion Gräfin Dönhoff bekannt, die dort geboren wurde und aufwuchs.

Die Ausstellung zeigt Schloss Friedrichstein und den Park sowie Teile der Ausstattung und der Sammlungen der Dönhoffs in historischen und neueren Fotografien. Texttafeln geben einen Einblick in die Geschichte der Adelsfamilie und skizzieren die Architektur des Schlosses Friedrichstein im Kontext anderer ostpreußischer Schlösser. Der Vergleich historischer Fotografien und Aufnahmen von der jetzigen Situation vor Ort zeigt die heute noch sichtbare Prägung der Landschaft durch die ehemalige Schlossanlage.

Die Ausstellung wurde vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit Dr. Kilian Heck, dem Mitherausgeber des Buches „Friedrichstein Das Schloss der Grafen von Dönhoff in Ostpreußen“ (2006) erstellt.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Martin-Opitz-Bibliothek (montags bis donnerstags, 10-18.00 Uhr) begehbar. Gruppen und Schulklassen mögen sich anmelden.

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