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17.06.04, 19:00
Dr. Markus Krzoska: "Die polnische Westforschung zwischen Wissenschaft und Propaganda"
Vortrag
Mit dem Vortrag setzt die Martin-Opitz-Bibliothek den Zyklus zur
EU-Osterweiterung fort.
Markus Krzoska widmet sich einem wichtigen Standbein der polnischen
Wissenschaft seit dem späten 19. Jahrhundert, der Beschäftigung
mit jenen Gebieten im Westen und Norden, um die man sich mit
Preußen-Deutschland heftig stritt. Der Vortrag geht der Frage nach,
welchen Standort die Westforschung im gesamtgesellschaftlichen System vor
dem Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und in den Jahren nach 1945
einnahm, und wie die in-haltliche und organisatorische Auseinandersetzung
mit Deutschland funktionierte. Eine der Schlüsselfiguren war dabei der
Posener Rechtshistoriker Zygmunt Wojciechowski (1900-1955), auf dessen
Rolle näher eingegangen wird.
Der Referent wurde 1967 in Darmstadt geboren und studierte nach dem Abitur in Mainz Ost-europäische Geschichte, Politikwissenschaften sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Sein Promotionsverfahren schloss er 2001 an der FU Berlin bei Klaus Zernack ab. Er war bei namhaften Instituten wie dem Deutschen Polen-Institut und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte in Nordosteuropa tätig und wirkte als wissenschaftlicher Mitarbeiter in For-schungsprojekten mit. Im Zentrum seiner Forschungen stehen die deutsch-polnischen Be-ziehungen; auch machte und macht er sich verdient um den deutsch-polnischen Ausgleich.
Es wäre schön, wenn die Veranstaltung Ihr Interesse fände. Im Anschluss besteht wie immer die Möglichkeit zu Gespräch und Diskussion.








