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15.09.11, 19:00-21:00
Wieder entdeckt: Martin Opitz
Lesung und Gespräch: Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa
„Wieder entdeckt“ ist eine Veranstaltungs-Reihe in der Literaturwerkstatt Berlin, die sich auf die Suche nach Solitären in der Poesiegeschichte begibt. Die Gesprächsrunde in Herne geht auf eine vergleichbare Veranstaltung in Berlin zurück, die vom Deutschen Kulturforum in der Literaturwerkstatt organisiert wurde.
Dem schlesischen Barockdichter Martin Opitz hat die deutsche Poesie viel
zu verdanken. Er hat das Versmaß, Regeln, Kunstanspruch, Handwerk
festgeschrieben im „Buch von der deutschen Poetery“, erschienen 1624.
Es war die Übertragung der lateinischen Rhetorik auf die deutsche
Dichtung. Das ermöglichte es den Dichtern, ihrem (lateinischen)
humanistischen Bildungsideal auch in ihrer eigenen Sprache zu folgen. Diese
Reform ging in die Literaturgeschichte ein. Aber Opitz war nicht nur ein
bahnbrechender Theoretiker, sondern hinterließ neben vielen anderen
Schriften auch anrührende Liebesgedichte und aufwühlende Poeme über die
Gräuel des 30-jährigen Krieges.
Wie würde die deutsche Poesie heute ohne das Werk dieses schlesischen
Dichters, 1597 geboren in Bunzlau, heute Bolesławiec, gestorben 1639 in
Gdańsk/Danzig, aussehen? Was macht ihn aktuell?
Beitragende zum Programm (Leben, Werk und Wirkung):
Wolfgang Keßler, Martin-Opitz-Bibliothek, Herne
Worwitha Schieb, Autorin, Borgsdorf
Joachim Wittkowski, Lehrer und Dozent, Catrop-Rauxel / Herne
Klaus Harer, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
Bitte beachten Sie die Homepage des Deutschen Kulturforums
www.kulturforum-ome.de/








