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15.05.03, 19:00

Dmitrij Myeshkov: "Stationen russlanddeutscher Geschichte"

Vortrag

Ort: Martin-Opitz-Bibliothek
Die Geschichte der Deutschen in Russland geht bis auf das Mittelalter zurück, wenn man Deutsche in russischen Diensten oder als Siedler im Baltikum einbezieht. Auch die "klassischen" deutschen Siedler in Russland - vor allem an Dnjepr und Wolga - können auf eine mehr als zweihundertjährige Geschichte zurückblicken. Das berühmte Einladungsmanifest der Zarin Katharina II. gehört in jede Darstellung dieser Epoche. Auch die Umsiedlungsaktionen, Verfolgungen und Deportationen im und nach dem Zweiten Weltkrieg sind weithin bekannt, haben sie doch den großen Exodus der Deutschen nach der Wende von 1989/90 letztlich bewirkt. Auch wenn Deutsche in Russland heute gleichberechtigt und rehabilitiert sind, scheint dieses Kapitel deutscher Geschichte im östlichen Europa - nun oder in absehbarer Zeit - unumkehrbar zu enden.
Der Referent, geboren 1967 in der Ukraine, ist Diplom-Historiker und war von 1991-1999 im Staatsarchiv Dnipropetrowsk (Ukraine) tätig. Seit 2000 ist er Doktorand an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf mit dem Thema "Die Schwarzmeerdeutschen und Ihre Welten. 1781-1871". Er wird in seinem Vortrag nicht nur die "große" Geschichte berücksichtigen, sondern auch das Leben in typischen Dörfern skizzieren, wo Deutsche über lange Zeiträume ethnisch nahezu geschlossenen siedelten.
Im Rahmen der Veranstaltung lädt "Der Teeladen" zu einem Tee-Ausschank aus dem Samowar ein.

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